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A Gaze of One's Own

In der Geschichte der Fotografie wurden nackte Frauen fast ausschließlich von Männern abgebildet. Mein Blick ist geprägt von diesen Bildern – durchdrungen von männlichen Vorstellungen, Begierden und Fantasien über den weiblichen Körper. Und so frage ich mich: Habe ich überhaupt einen eigenen Blick auf meinen Körper? Wie lässt sich der männliche Blick, das genderbezogene Posieren überwinden? Ist das überhaupt möglich? Es stellt uns – wie Laura Mulvey sagt – „vor die ultimative Herausforderung: Wie bekämpft man das Unbewusste, das wie eine Sprache strukturiert ist, während man noch immer in der Sprache des Patriarchats gefangen ist.


In einem Medium, das vor allem jugendliche, makellose Körper abbildet, bleiben Darstellungen des alternden weiblichen Körpers nahezu unsichtbar. Inspiriert von Virginia Woolfs A Room of One’s Own richte ich einem suchenden Blick auf meinen nackten, alternden Körper – neugierig, spielerisch, manchmal schmerzhaft.


Ich fotografiere mich selbst, meinen eigenen Körper – weil ich mich selbst nicht objektivieren kann. Das Bilder machen wird zur Geste und nimmt den Charakter einer performativen Handlung an. Ich will mein eigenes Sehen hinterfragen: Was wir sehen, wie, wann und warum – und dies durch Kunst erfahrbar machen.

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